Suva: Alarmierende Zunahme von Velounfällen in der Schweiz auch durch Smartphone und Kopfhörer.
Die Zahl der Velounfälle in der Schweiz ist in den letzten zehn Jahren um schockierende 50 Prozent gestiegen. Zwischen 2018 und 2022 wurden insgesamt 26.100 Velounfälle verzeichnet, während es in der vorherigen fünfjährigen Periode nur etwa 17.400 waren. Besonders alarmierend ist, dass 84 Prozent dieser Unfälle Selbstunfälle sind, die häufig durch Ablenkung und mangelnde Aufmerksamkeit verursacht werden. Zu den häufigsten Ablenkungsfaktoren zählen Kopfhörer und Smartphones.
Die Suva, die als einzige Versicherung auch Prävention und Rehabilitation fördert, setzt bei ihren Massnahmen auf Sensibilisierung. Sie rät Velofahrenden, aktiv Eigenverantwortung zu übernehmen. Dazu gehören vorausschauendes Fahren, volle Konzentration sowie gute Sichtbarkeit im Strassenverkehr. „«blenkung erhöht das Risiko für Unfälle», erklärt Andrea Lenz, Verantwortliche Prävention Velo bei der Suva.
Wachsende Risiken in bestimmten Altersgruppen
Besonders besorgniserregend ist die Situation bei den 55- bis 64-Jährigen, deren Unfallzahlen zwischen 2008 und 2022 um 104 Prozent angestiegen sind. Die Pandemie hat zudem dazu geführt, dass vermehrt weniger erfahrene Fahrer:innen im Strassenverkehr unterwegs sind.
Tipps für sichere Fahrten
Um die Unfallzahlen zu senken, empfiehlt die Suva:
- Aufmerksamkeit bewahren: Smartphone und Kopfhörer während der Fahrt weglassen, um den Fokus auf den Verkehr zu richten.
- Vorausschauend fahren: Gefahren frühzeitig erkennen und entsprechend reagieren.
- Sichtbarkeit erhöhen: Velolampe nutzen, auffällige Kleidung tragen und Reflektoren am Fahrrad anbringen.
Indem Velofahrende diese Empfehlungen befolgen, können sie aktiv zur Unfallvermeidung beitragen und sicher unterwegs sein.